Houska Preis 2011 vergeben
Prämierte Projekte von Universitäten in Innsbruck und Graz
Einreichphase für Auszeichnungsjahr 2012 beginnt im September
Die B & C Privatstiftung hat am 26. April 2012 zum siebenten Mal den Houska Preis für wirtschaftsnahe und praxisrelevante Forschungsprojekte aus Österreich verliehen. Mit 300.000 Euro ist der Houska Preis Österreichs größte private Forschungsförderungsinitiative. Als Gastredner konnte der Wirtschaftsnobelpreisträger Prof. Joseph E. Stiglitz bei der Preisverleihung in Wien begrüßt werden. Die drei Hauptpreise des Auszeichnungsjahres 2011 wurden an Universitäten in Innsbruck und Graz vergeben.
Insgesamt 40 qualitativ hochwertige Forschungsprojekte von 22 österreichischen Universitäten wurden für das Auszeichnungsjahr 2011 für den mit 300.000 Euro dotierten Houska Preis der B & C Privatstiftung eingereicht. „Mit der Ausrichtung des Houska Preis, der heuer bereits zum siebenten Mal stattgefunden hat, wollen wir aufzeigen, dass angewandte Forschung maßgeblich zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Unternehmen beiträgt und damit für den Wirtschaftsstandort Österreich unerlässlich ist. Wirtschaftsnahe und somit unternehmensrelevante Forschungsprojekte liefern wertvolle Impulse für das österreichische Unternehmertum und sind die Basis für wichtige Innovationen“, so Dr. Erich Hampel, Vorsitzender des Vorstands der B & C Privatstiftung bei der Preisverleihung.
Houska Preis 2011: Prämierte Projekte aus Innsbruck und Graz
Der Hauptpreis des Houska Preis 2011 und damit 120.000 Euro Preisgeld, geht an die Medizinische Universität Innsbruck für die spektakulären Forschungsarbeiten zur Messung der Zellatmung des D. Swarovski Research Laboratory gemeinsam mit den Wirtschaftspartnern Oroboros Instruments GmbH und WGT-Elektronik GmbH & Co KG.
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Der mit 70.000 Euro dotierte zweite Platz beim Houska Preis geht an ein Forschungsprojekt an der Technischen Universität Graz, an deren Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik gemeinsam mit dem Wirtschaftspartner GE Jenbacher GmbH & Co OG ein hocheffizientes Verbrennungskonzept für einen Gasmotor entwickelt wurde.
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Platz drei und 40.000 Euro Fördersumme gehen an die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, an deren Institut für Ionenphysik und Angewandte Physik gemeinsam mit dem Wirtschaftspartner MED-EL GmbH eine neue Stimulationsstrategie konzipiert wurde, die zur besseren Codierung von Audiosignalen bei Cochlea-Implantaten für Hörgeschädigte dient.
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Weitere sieben Forschungsprojekte, denen beim Houska Preis 2011 eine Nominierung zugesprochen wurde, erhielten je 10.000 Euro als Anerkennungspreis.
Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz hält Keynote zur Finanzkrise
Der Houska Preis der B & C Privatstiftung zeichnet sich neben der Forschungsförderung auch als hochrangige Plattform für die Vernetzung zwischen Wirtschaft und Forschung aus. Als Gastredner bei der feierlichen Preisverleihung in Wien konnte der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph E. Stiglitz, der auf Einladung der B & C Gruppe nach Österreich gereist war, begrüßt werden. Für die rund 400 anwesenden Gäste aus Wirtschaft und Forschung analysierte Prof. Stiglitz die Ursachen der globalen Finanzkrise in einem Impulsvortrag mit dem Titel „The Fall: A Chronicle of the Financial Crisis“.

Ausblick Houska Preis 2012
Der Houska Preis wird im September 2012 zum achten Mal ausgeschrieben werden. Forschungsprojekte des Auszeichnungsjahres 2012 können von September bis Dezember 2012 eingereicht werden.
Die Ausschreibungsunterlagen werden auf dieser Website ab September 2012 zum Download bereitgestellt.

Siegerprojekt 2011
Licht in die Kraftwerke der Zellen
Die Sauerstoffversorgung von Zellen ist lebensnotwendig. Für die Zellatmung, die sogenannte „innere Atmung“ sind die Mitochondrien verantwortlich, die als „Energiekraftwerke“ der Zellen fungieren. Das weltweit führende Gerät zur Messung der Zellatmung ist der Oxygraph-2k (O2k) der Firma Oroboros Instruments GmbH, der an der Medizinischen Universität Innsbruck gemeinsam mit WGT Elektronik GmbH & CoKG entwickelt wurde. Im Rahmen des Siegerprojektes beim Houska Preis 2011, das mit 120.000 Euro Forschungsförderung prämiert wurde, konnte ein neues hochauflösendes Messgerät entwickelt werden, das die Funktionen des O2k erweitert.
Siegerprojekt 2010
Mikrowellen im XXL-Format
Mikrowellen sind nicht nur in der Küche eine praktische Sache, sondern spielen auch in der Forschung eine bedeutende Rolle. Der mit 100.000 Euro Förderbudget dotierte Hauptpreis des Houska Preis 2010 ging an die Universität Graz, an deren Institut für Chemie bahnbrechende Forschungsarbeit im Bereich der Synthesechemie geleistet wird. In engster Kooperation mit der Anton Paar GmbH entwickelte ein Forscherteam unter der Leitung von Christian Oliver Kappe einen Labormikrowellenreaktor, der speziell für die Anwendung bei chemischen Reaktionen entwickelt wurde.
Siegerprojekt 2009
Revolution im Flugzeugbau
Höhere Reichweite, geringerer Verbrauch und weniger Emissionen – das ist die Zukunft des Fliegens. Möglich wird das durch einen neuen Werkstoff, der bei gleicher Belastbarkeit nur halb so schwer ist wie bisher verwendete. Seit 2010 werden derartige Werkstoffe beim Bau von Flugzeugtriebwerken in Betracht gezogen. Die Entwicklung von Nickelbasislegierungen revolutionierte den Triebwerksbau für Flugzeuge.
Siegerprojekt 2008
Innovativer Brückenschlag
Ein Baustoff kann unsere Infrastruktur entscheidend verändern. UHPC (Ultra High Performance Concrete) ist extrem fest und beständig, was völlig neue Leicht-bauweisen ermöglicht und beispielsweise bei Brücken die Nutzungsdauer verdoppelt. Mit Erfolg: Dank seiner spezifischen Fähigkeiten lassen sich mit dem neuartigen Beton moderne Verkehrskonzepte für Großstädte unterschiedlichster Regionen entwickeln.
Siegerprojekt 2007
Höhere Effizienz, geringere CO2-Emissionen
Ein neuer Werkstoff bringt maßgebliche Veränderungen für kalorische Kraftwerke (Wärmekraftwerke). Der entwickelte Chromstahl kommt in Turbinen und Dampfleitungen zum Einsatz. Dadurch erhöht sich die Effizienz während die CO2-Emissionen massiv sinken. Heute ist diese Entwicklung auf dem Weltmarkt erfolgreich und sichert damit Standorte und Arbeitsplätze in Österreich.
Siegerprojekt 2006
Vom Forscher zum Unternehmer
„Die therapeutische Wirksamkeit von Medikamenten erhöhen.“ – Diese gemeinsame Vision von Medizinern und Patienten ist in Tirol Wirklichkeit geworden. Aus dem Projekt ist das mittlerweile international tätige Unternehmen ThioMatrix entstanden, das sich höchst erfolgreich mit der Entwicklung von thiolisierten Polymeren beschäftigt.
Siegerprojekt 2005
TU Graz rettet mit Mandelbäumen Menschenleben
Dem Forscherteam der Technischen Universität Graz gelang es, ein Enzym des Mandelbaums (prunus dulcis) industriell herzustellen. Damit wurde eine neue Möglichkeit zur kostengünstigeren Herstellung von Medikamenten, die in der Prävention von Herzinfarkten und Schlaganfällen Anwendung finden, geschaffen. Ein pflanzliches Abwehrsystem rettet damit Menschenleben – möglich durch Forschung aus Österreich.